Nach Jahrzehnten der Abwesenheit kehrt das beliebte Spielgerät zurück – größer und abenteuerlicher denn je. Die Bauarbeiten in Deißlingen sollen bis November abgeschlossen sein.
Die Gemeinde Deißlingen plant nach erfolgreicher Aufnahme in das LEADER-Förderprogramm die Errichtung eines Abenteuerspielplatzes mit dem Hauptmotiv einer Kletter- und Erlebnisattraktion in Form eines Piratenschiffes im Ortsteil Lauffen.
In den 1970er und 1980er Jahren war der Spielplatz im Buchwald bei Lauffen mit seinem Piratenschiff ein hochattraktiver Anziehungspunkt für Familien mit Kindern und vielen anderen Besuchern. Leider fiel er dem Vandalismus zum Opfer und wurde nach der mutwilligen Zerstörung nicht wieder aufgebaut.
Aus der Bevölkerung wurden in den zurückliegenden Jahren allerdings zunehmend Stimmen laut, die den Wiederaufbau eines ähnlichen Abenteuerspielplatzes zur Stärkung und Vitalisierung des Gemeindelebens fordern. Es folgte die Gründung des Fördervereins „Piratenschiff“ mit Harald Buhlinger und Bernd Krause als „Frontmänner“.
Spielgerät fördert Kreativität
Das Großspielgerät Piratenschiff fördert insbesondere die Kreativität, die kognitive Entwicklung und vor allem das Spielen an der frischen Luft, allein und in der Gruppe, von Kindern aller Altersklassen. Das Spielschiff ist überwiegend als Holzkonstruktion aus Robinie und Douglasie geplant. Ausstattungsgegenstände wie Krähennest, Galionsfigur, Holzfässer, Kanonenattrappen und so weiter unterstützen das Hauptmotiv Piratenschiff.
Rutsche und Seilbahn vorgesehen
Im geringen Umfang und nur im Bereich der Verbindungsteile werden Metalle verarbeitet. Ergänzend zum Spielschiff ist eine Rutsche und eine Seilbahn vorgesehen. Die Leistungen sind zwischenzeitlich öffentlich ausgeschrieben worden. Die Submission hat am 10. März im Rathaus Deißlingen stattgefunden. Ergebnis der Ausschreibung: Günstigste Bieterin war die Bietergemeinschaft Stambach/Pfisterer mit eine Gesamtsummen vom 250 786,45 Euro brutto.
Im Haushalt 2025 sind zur Errichtung des Piratenschiffs insgesamt brutto 440 000 Euro eingestellt, so dass die Finanzierung gesichert ist. Der Auftrag wurde einstimmig erteilt.
Herausforderung für den Transport
Bis November soll das Schiff fertiggestellt sein. Zwischenzeitlich werden die ergänzenden Arbeiten wie Erdarbeiten und Fundamentierung vorbereitet. Das „Schiff“ soll dann in einem Stück geliefert werden. Bei den Maßen von 4,20 Metern Breite, 8,50 Metern Höhe und 25,7 Metern Länge eine Herausforderung für den Transport.
